PLATTENBAUTEN – INSELN DER GEGENWART

Maximilian Hanisch / Sarah Methner

2021 Sep

Englisch mit deutschen Untertiteln

In der DDR lebte jede*r Vierte in der Platte. Für die einen stehen sie heute für Tristesse und sozialen Abstieg. Die anderen verteidigen sie und damit auch ihre Biografien und Erinnerungen. Plattenbausiedlungen sind wegen der Einfachheit des modularen Bauens extrem verbreitet. Es gab sie so ähnlich auf der ganzen Welt. Vier Performer*innen erzählen die globale Geschichte einer als hässlich geltenden Bauweise und über die Erfahrung mit Plattenbauten an Orten wie Sansibar, Dresden, Hongkong und Moskau.


Sarah Methner und Maximilian Hanisch wurden beide kurz vor der Wende in Ost-Berlin bzw. Dresden geboren. Die DDR prägte zwar ihre Identität, das Land selbst kennen sie aber nur aus Erzählungen. So entstand die Idee, etwas scheinbar genuin Ostdeutsches zum Zentrum ihrer Inszenierung zu machen. In der Recherche tauchten dann Platten in immer neuen Variationen und Ländern auf. Die bildstarke Inszenierung arbeitet mit einem internationalen Team und fragt: Kann die weltweite Austauschbarkeit und Ähnlichkeit der Plattenbauten eine Chance sein, Heimat und Identität neu zu denken und Geschichte länderübergreifend zu schreiben?


Performance John Chan (Ghost and John) / Sasha Portyannikova (Isadorino Gore Dance Cooperative) Entwicklung Performance Aloyce Funga Funga (Pollinators) / Tahera Hashemi (Isadorino Gore Dance Cooperative) Künstlerische Leitung/ Regie Maximilian Hanisch Künstlerische Leitung/Ausstattung Sarah-Marleen Methner Lichtdesign/Technische Leitung Thomas Giger Sounddesign Fabrizio Di Salvo 3D-Visualisierung Daniel Stiensmeier / PLACE Architects Outside Eye Jeremy Nedd Dramaturgie Katharina Germo / Carsten Weber Produktionsleitung Deutschland ehrliche arbeit – freies Kulturbüro Produktionsleitung Schweiz Maxine Devaud / Maxinthewood Productions Künstlerische Mitarbeit Esther Jurkiewicz Produktionsassistenz Charlotte Rosengarth Urbanistische Beratung Cosima Speckhardt Koproduktion HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste / Deutsches Nationaltheater Weimar / Kunstfest Weimar und ROXY Birsfelden Kooperation TD Berlin und Hong Kong Arts Centre Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds / Fachausschuss Tanz & Theater BS/BL / Ernst Göhner Stiftung / Migros-Kulturprozent und Goethe Institut Hong Kong


Maximilian Hanisch und Sarah Methner entwickeln seit 2015 Konzepte und Projekte von Anfang an in enger Zusammenarbeit. Sie beschäftigten sich in ihren Theaterarbeiten vermehrt mit Themen aus den Bereichen Architektur und Stadtplanung. Dabei beteiligen sie sich konstant im jeweils anderen künstlerischen Feld von Bühne und Regie. Ein besonderes Interesse liegt für sie in der Aneignung von politischen Stoffen, die performativ noch wenig erforscht sind. So beschäftigten sie sich z.B. in „Wer hat Angst vor Niketown?“ mit dem widerständigen und revolutionären Image, welches Nike in seinen Werbekampagnen verwendet.

Kartenpreise 9,- € (ermäßigt) / 15,- €

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