Vorschau

Spielplan Juli || September 2024




Spielzeiteröffnung 2024 / 2025:

IM HERZEN TICKT EINE BOMBE

von Wajdi Mouawad

05 / 06 / 07 September 2024 – Premiere


Mit poetischer Kraft und lakonischem Witz erzählt dieses furiose Solo von Flucht und Krieg, vom Erwachsenwerden im Exil und von einem befreienden Aufbruch ins Leben. Regisseurin Judith Rosmair verschränkt in ihrer Neuinterpretation Wajdi Mouawads Stücktext gekonnt mit der authentischen Fluchtgeschichte des jungen Schauspielers Mouataz Alshaltouh und seinen zum Teil grotesken Erfahrungen in der neuen europäischen Heimat.



COMMON SENSES – Mono Doubles

feat. Monologfestival und Schauspielhaus Wien

12 / 13* / 14 September 2024 – Drei Doppelabende


Vier erzählstarke Solos streifen mit Science Fiction, Self-Empowerment und radikaler Subjektivität entlang erodierender Gewissheiten unserer Gegenwart. Was ist es, das uns als Gemeinschaft neu verbinden könnte? Ein verblüffend lebensechter queerer Roboter soll in Post Theaters SciFi NO MAN IS AN iSLAND die Zukunft Taiwans sichern. In DER LETZTE HAMLET von Schröder/Lindemann läuft der Countdown ins All und Paul zaudert, ob er die Erde verlässt, damit sich nichts ändern muss. Zu Gast von den So^loEditionen des Schauspielhaus Wien stemmen sich DER PRINZ DER TRÄNEN und DER ENGEL IM HAUS gegen toxische Rollenbilder.
*SPECIAL: Multimediale Record Release Performance AN ALBUM IS A WHITE BOARD FOR… mit Musik aus 20 Jahren Post Theater-Kosmos.



BLUTSBRÜDER REVISITED

von Atif Mohammed Nour Hussein & Ensemble

20 / 21 / 22 / 24 / 25 September 2024 – Premiere


Anfang der 1930er leben in Berlin Tausende obdachloser Jugendlicher auf der Straße. Ein wenig Sicherheit und soziale Wärme finden sie in selbstorganisierten Cliquen. Es ist der einzige Weg, Empfindsamkeit zurückzuerlangen und sich gegen die Ordnung zu stemmen. Etwas anderes tun als das Befohlene. Die schwache Position zu einer starken machen und sich dem extremen Moment der Gewalt entziehen. Diese Ensembleproduktion zeigt im Zusammenspiel von Mensch und Puppe wie durch Erinnerung Geschichte fiktional werden kann.



TRAUER IST DAS DING MIT FEDERN

von Max Porter

05 / 06 Oktober 2024 – Wiederaufnahme


Wenige Tage nach dem Tod seiner Frau klingelt es an der Tür des Familienvaters. Eine riesige Krähe verkündet: „Ich gehe erst wieder, wenn ihr mich nicht mehr braucht“. Max Porters Roman dient als Vorlage, Maximilian Grill und Matthias Buss spielen mit viel Witz, „…absolut schlüssig, und konzentrieren sich auf das, was Theater gut kann: surreale Dinge beleben, mit Träumen, mit Sprache spielen … trotzdem ist der Abend nicht nur bloße Spielerei...“ rbbKultur.



WANN HAST DU DAS LETZTE MAL AUF DER SPITZE EINES BERGES SEX GEHABT?

von Panni Néder

09 / 10 Oktober 2024 – Wiederaufnahme


Drei Frauen aus zwei Ländern stellen Fragen. Über Politik. About destiny. Und Ängste. About personal issues and priorities. Über Spinat zwischen den Zähnen. Über Sex und Frustration. In 14 different languages. Ymmärrätkö mitä sanon? Sie greifen brennende politische Themen sowie personal fears auf, kommentieren Unterschiede in Ost- und West-Europa und die Rolle von Sprache bei der kulturellen Integration und der eigenen Diversität.



KING KONG VIVIENNE

von Fanny Brunner und Vivienne Causemann

12 / 13 Oktober 2024 – Wiederaufnahme


„Ich erkenne ziemlich schnell, ob jemand magersüchtig ist.“ King Kong Vivienne spricht schonungslos offen von ihrem Weg aus der Essstörung, schlüpft selbstermächtigend ins Gorillakostüm und immer neue Rollen, singt pointiert gegen das Patriachat an und spielt solo das heftige Literarische Quartett mit Marcel Reich-Ranicki und Alice Schwarzer u.a. über Jelineks Roman „Lust“ nach. „…mitreißend, herrlich komisch und verdammt klug“ (Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft). Ein emanzipatorischer Parforceritt durch Struggle und Survival des Frauseins im 21. Jahrhundert.



MACHT ENDLICH DAS LICHT AN

eine Rothschild Variation von Eleganz aus Reflex

17 / 18 / 19 / 20 Oktober 2024 – Berlin-Premiere


Wer bist du, wenn alle mitreden? Die Geschichte der Familie der jüdischen Rothschild wird seit Jahrhunderten von Verschwörungsmythen und Hetzpropaganda überschrieben. Eleganz aus Reflex bringt basierend auf Recherchen und Autobiografien eine andere Facette auf die Bühne. Fiktiv aber nah an den Fakten erzählt der choreografierte Theaterabend von Verantwortung, Zerwürfnissen und Solidarität über Generationen hinweg. Und von vier Geschwistern, die aus einer Erzählung anderer über ihre Familie ausbrechen wollen. Eine europäische Familiensaga.



DAS LETZTE WORT

Handke / Beckett / Barletti/Waas

25 / 26 / 27 Oktober 2024 – Premiere


Woraus besteht ein Schweigen? Wie kommt Dialog zustande? Die Konfrontation von zwei Texten – Becketts perfektem Uhrwerk in „Das letzte Band” und Handkes postdramatischem Echo darauf „Bis dass der Tag euch scheidet” – ist ein Dialog zwischen zwei Welten: Virtuosität, Weltverneinung und manische Kontrolle treffen auf Lebensfreude, Mut zum Irrtum und leidenschaftliche Empörung. Charakter vs. Person, Schauspiel vs. Performance, Perfektion vs. Improvisation. Wer hat das letzte Wort?



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