Vorschau
HAMBURGER DOPPEL
zwei Werkstattinszenierungen der HfMT Hamburg
06 / 07 Juni – Doppelabend
Von der Hamburger Theaterakademie sind zwei neue Stimmen der Theaterwelt mit Werkstattinszenierungen zu Gast: „Bzz bald oder Hummelmonologe“ von Alice M. Rugai ist eine Art Endzeitverwirrdialog in Regie von Maciek Martios, und „You with the sad eyes“ präsentiert sich als zeitgemäße Hamlet-Abwandlung durch Ilario Raschèr und Max Kurth.
FRAU HEILT (PARTY)
von Julia Haenni und Theater Winkelwiese
19 / 20 / 21 Juni – Berlin-Premiere
Eine Frau rast ungläubig und entsetzt durch die Medizingeschichte und deren jahrhundertealten männlichen Blick auf ihren Körper. Mit dem dieser jungen Schweizer Autorin eigenen Humor seziert sie wissenschaftliche Mythen in ihrem hartnäckigen Andauern und legt deren Absurditäten offen. Dabei klammert sie auch den Schmerz, der in den Körpern und im System steckt, nicht aus.
ICH FÜHLS NICHT
von Liv Strömquist
25 Juni – Comic Lecture
Warum enden Liebesgeschichten im Allgemeinen schlecht? Warum enden sie überhaupt? Und was hat das mit dem Spätkapitalismus zu tun? Die Erkenntnisse der schwedische Künstlerin Liv Strömquist in ihrem Sachcomic ICH FÜHLS NICHT überprüfen die drei Performerinnen entlang ihrer eigenen Lebensläufe und Beziehungen. Es wird juicy, gehaltvoll und mind-opening!
BOJI – IN THE STATE OF FIRE AND MIRACLES
von Franz von Strolchen
26 / 27 Juni – Gastspiel
mit deutschen/englischen Übertiteln
Der Istanbuler Straßenhund Boji wird innerhalb kürzester Zeit zu einem weltweiten Internetphänomen. Doch zu welchem Preis? Die wahre Geschichte eines ins Leben geworfenen Hundes auf Instagram, der immer nur dazwischen steht, erzählt von Strolchen als universelle Fabel über Repräsentation, Manipulation und Propaganda.
#ARMUTSBETROFFEN
von Helge Schmidt & Team
04 / 05 / 06 / 07 Juli – Premiere
16% der Menschen in Deutschland leben am Existenzminimum. Aktivist*innen von #IchBinArmutsbetroffen engagieren sich intensiv gegen Vorurteile, Stigmatisierung und Scham. Drei Schauspieler*innen bringen ihre Stimmen, Geschichten und Emotionen auf die Bühne, öffnen den Raum für Solidarität.
DIE LAUCHHAMMER-FILES
von lunatiks
11 / 12 Juli – Uraufführung
11 / 12 / 13 September
Im Kulturhaus Lauchhammer fand 1959 eine staatlich organisierte Tanzmusikkonferenz statt –im, so wörtlich, „Kampf gegen die Unkultur der amerikanischen Kriegstreiber“. Aus der historischen Rekonstruktion und prägnanten Stimmen von heutigen Musiker*innen in Sachsen und Brandenburg entsteht eine beschwingte Studie über die Wirkkraft der U-Musik.
LOVE WORK MACHINE
von Lajos Talamonti und Georg Werner
14 / 15 / 16 Juli – Ki-Labor
Regisseur Lajos Talamonti entwickelt mit dem Medienkünstler Georg Werner ein Theaterspiel für Menschen ab 13 Jahren. Was kann die KI, was wir nicht können? Sollen wir ihr vertrauen oder uns vor ihr fürchten? Das Projekt bindet die Teilnehmenden aktiv ein: Lecture, Gaming, Experimentieren, Lernen, Information und diskursives Format zugleich.
Anmeldung zur Teilnahme bitte hier
KOMISCHE VÖGEL
von Vanessa Stern
02 / 04 Oktober – Premiere
16 / 17 / 18 Januar 2026
»Es gibt vielleicht keinen Vogel, der munterer und aufgeräumter wäre als der Star. Er betrachtet die Verhältnisse mit der Ruhe und Heiterkeit eines Weltweisen und lässt sich nicht um seine gute Laune bringen“, stand in Brehms Tierleben. Höchste Zeit, die gegenseitigen Vorurteile zwischen Menschen und Vögeln unter Vanessa Sterns Anleitung gründlich zu überprüfen.
VIERMAL ICH
von Ariane Kareev
17 / 18 Oktober – Uraufführung
23 / 24 / 25 Januar 2026
„Jede Silbe, die ich ausspreche, soll eine Waffe sein. Und wer hier spricht bin ich. Jawohl ich! Ich allein ...“ 2023 konnte der Roman VIERMAL ICH der großen jüdischen Autorin Marie Lazar nach langen Wirren endlich veröffentlicht werden und die Regisseurin Ariane Kareev und ihre 4 Mitstreiterinnen wurden darauf aufmerksam und unternehmen nun dessen erste Dramatisierung: „Einmal wir widmet sich also VIERMAL ICH.“
WER NICHT WEITER WEISS HAT RECHT
von Malte Schlösser
10 / 11 / 12 Oktober – Wiederaufnahme
Wer allein weiter weiß, hat Krise nicht verstanden. Und glaubt vielleicht noch, die Welt sei eine Bühne der egozentrischen Selbstbehauptung Doch nichts belästigt unser Zusammensein so sehr wie der kapitalistische Befehl, sich als etwas Besonderes zu produzieren ... – Weitere drei Vorstellungen des Kult- und Krisenprojekts von Malte Schlösser!
WIR LIEBTEN NICHT ALLE
von Carolin Millner
24 / 25 / 26 Oktober – Wiederaufnahme
Während die Männer Filme machten, Menschen verarzteten, Bücher schrieben oder die Staatssicherheit mit aufbauten, waren die Frauen Republikflüchtlinge, Spioninnen, Observierte, Verfolgte, Kämpferinnen und Komplizinnen. WIR LIEBTEN NICHT ALLE taucht ins Private der staatstragenden DDR-Familie Wolf ein, um Politisches zu begreifen.
Weiteres Programm demnächst hier!