Vorschau

Spielplan Januar 2021 || Spielplan Februar 2022



TAX FOR FREE

03 / 04 / 05 Februar

Gastspiel Lichthof Theater Hamburg


Chronik eines politischen Skandals: 2016 forderte Hamburg 47 Mio Euro Steuergeld aus Cum-Ex-Geschäften zurück. Dann trifft sich ein Mitinhaber der Warburg-Bank mit dem 1. Bürgermeister Olaf Scholz. Innerhalb weniger Tage verzichtet die Finanzbehörde auf die Rückzahlung. Was damals besprochen wurde, will heute keiner mehr wissen. Regisseur Helge Schmidt arbeitete eng mit Investigativ-Journalist Oliver Schröm („Panorama“) zusammen und fragt: Wann ist ein System so ungerecht, dass wir wie einst Kleists Kohlhaas auf die Barrikaden müssen? Ausgezeichnet mit dem Hamburger Theaterpreis 2021!

von: Helge Schmidt


ES FÄLLT MIR IMMER SO SCHWER; ORTE ZU VERLASSEN; AN DENEN ICH NOCH NIE WAR

11 / 12 / 13 Februar

Premiere


Dieser Abend zieht in Bildern durch die Straßen Berlins, erinnert volle Häuser und gemeinschaftliche Wälder. Er findet statt in einem leeren Theater, dessen Bühne von einer raumgreifenden 22 Meter breiten Cinemascope Leinwand gekapert wurde, über die dicht vor uns ein Film wandert, dessen Protagonist*innen nach Strukturen suchen, in denen Verwundbarkeit verkörpert ist. Als politische Ressource. Wie könnte es gehen den psychischen Schmerz in den Raum zwischen uns zu holen, damit wir ihn verlassen können?

von: Malte Schlösser & Team


WILDWUCHS

18 / 19 Februar

Newcomer-Festival

3 Werkstattinszenierungen an einem Abend


Brandneue Stückentwürfe von vier jungen Autor*innen kommen erstmals und in dichter Folge auf die Bühne - gespielt vom Abschlussjahrgang des Studiengangs Schauspiel, geschrieben von den aktuellen Absolventen des Szenischen Schreibens der UdK und inszeniert von drei erfahrenen Regisseur*innen in Werkstattform. Aus ihrer aller Zusammenwirken entsteht das Minifestival und ein Blick in die Schreibwerkstatt der neuesten Autor*innengeneration. Erstmalig wird eine der Werkstattarbeiten weiterentwickelt und im Sommer abendfüllend im Spielplan des TD auftauchen.


FINSTERNIS

25 / 26 / 27 Februar

Premiere


Im Roman „Schiffbruch vor Lampedusa“ beschreibt Davide Enia die Geschehnisse auf der Mittelmeerinsel aus eigenem Erleben und gleichzeitig multi-perspektivisch: als Krise der Seenotrettung und Krankheit Europas. Wie der Krebs, der seinen Onkel von innen zerfrisst, höhlt auch das Nichtstun und oft bewusste Unterlassen von Hilfeleistung allmählich unser europäisches Selbstbild als Vorreiter von Humanität und Menschenrechten aus. Aus dem bedeutenden Roman entsteht eine eindringliche Theaterfassung.

von: Davide Enia


ALL BY MYSELFIE

03 / 04 März

Gastspiel Theaterhaus Jena


Die deutsch-österreichisch-amerikanisch-feministische Schauspielerin Mona Vojacek Koper ist gerade 27 geworden. Mit 32,53 Prozent der durchschnittlichen Lebenserwartung Zeit, innezuhalten, um gestärkt in die nächsten zwei Drittel zu starten. Auch mal schauen, was die anderen so erreicht haben, und sich dadurch in die Quarterlife Crisis manövrieren? Dagegen hilft Selbstironie. Im Stand-Up-Modus durchstreift sie die markanten Punkte des Erwachsenwerdens. Für kaum eine Pointe zu schade und gnadenlos persönlich, sowie gerne singend, startet sie zu ihrer ur-eigenen Tour de Force.

von: Mona Vojacek Koper


TRAUER IST DAS DING MIT FEDERN

11 / 13 / 17 / 18 / 19 März

Premiere


Eine junge Frau ist gestorben. Ihr Mann und die beiden kleinen Jungs sind noch völlig geschockt, haben haufenweise Beileidspost und Essen zum Aufwärmen bekommen. Plötzlich klingelt es an der Tür und sie blicken in das Gesicht einer riesigen Krähe, die resolut verkündet: "Ich gehe erst wieder, wenn du ihr nicht mehr braucht." Als subversiver Therapeut bringt sich das überlebensgroße Tier fortan ins Familienleben ein. Max Porters bildstarkes und ungezügeltes Werk über die Bewältigung der Trauer wird am TD zu einer neuen Theaterfassung für 2 Spieler verdichtet.

von: Max Porter


DIE KREUZUNG

25 / 26 März

Gastspiel Hamburger Sprechwerk


Ein Kaleidoskop aus Geschichten um eine Kreuzung, darunter ein Unfall, eine Geiselnahme, eine Rettung und ein absurdes, illegales Geschäft. Meyer & Kowski spielen haargenau für uns nach, was sie vor langer Zeit selbst einmal als Zuschauer in einem Gemeindezentrum gefesselt hatte: Zwei gewöhnliche Menschen die ihre verblüffende Lebensgeschichte erzählen, über Jahrzehnte verbunden durch DIE Kreuzung. Es entsteht ein Mosaik aus ebenso glücklichen wie schmerzlichen Erinnerungen, ein Puzzle aus Begegnungen, ein Fest der Imagination - genau was wir jetzt brauchen.

von: Meyer & Kowski


BANG!

21 / 22 / 23 / 24 April

Wiederaufnahme


J‘ai toujours aimé faire l’amour. Aber doch nicht mit dir! Es riecht nach Umbruch, Aufbruch. Alle Menschen brauchen Liebe. Aber wann und warum ist das alles so kompliziert geworden? Entschuldigung, pardon, can anybody make this stop? Das neue Kollektiv „Glossy Pain“ impft uns gehörig gegen toxische Männlichkeit. Let’s unfuck the patriarchy out of our bodies! Die Erotik aus den Fängen des Patriarchats befreien – und, mit Audre Lorde gesprochen – in ihr die Kraft zur Weltveränderung entdecken!

von: Glossy Pain & Ensemble