SELFPORTRAIT :: GIACOMETTI

VR-Installation für je 1 Zuschauer*in von RAUM+ZEIT

08. Jul Do, 17:30
10. Jul Sa, 17:00
12. Jul Mo, 17:30
14. Jul Mi, 17:30

*Einlass 8 / 12 / 14 Juli ab 17:30 Uhr alle 15 Minuten, 10 Juli ab 17:00 Uhr. Dauer 80 Minuten


Ein staubiges, enges Atelier in Paris, irgendwann im Jahr 1958: Alberto Giacometti und eine Frau, die sich selbst Caroline nennt, sitzen sich gegenüber. Caroline ist Prostituierte, aber heute ist sie herbestellt, weil er sie malen will. Giacometti ist berüchtigt für seine ewige Unzufriedenheit mit den eigenen Werken. Nie vollendet er ein Werk. Die Realität, wie er sie sieht, lässt sich nicht einfach abbilden. Oder lässt sich das Abbild nicht auf seine Realität ein?

Zwei Stühle im leeren Raum, zwei Perspektiven, zwei Menschen - eine Begegnung. Das Dreiecksverhältnis zwischen der Schauspielerin Sophie Hutter, einer 360° Kamera und dem/der Zuschauer*in selbst verändert sich ständig, im virtuellen Raum wie in der Realität: Wer beobachtet hier wen? Wer entwirft welches Bild von wem? Und wo liegt die Essenz eines Menschen? Für nur jeweils eine*n Zuschauer*in baut RAUM+ZEIT die archetypische Situation zwischen Modell und Künstler. Die obsessiven und autoritären Mechanismen dieses Verhältnisses werden durch Einsatz der VR-Technik multiperspektivisch erlebbar und besonders augenscheinlich.

Nach der zum Schweizer Theatertreffen 2019 eingeladenen VR-Installation "ANTIGONE :: COMEBACK. Eine Probe mit Weigel und Brecht" arbeitet das Künstlerkollektiv RAUM+ZEIT abermals mit Virtual Reality und setzt es ins Verhältnis zu unserer analogen Existenz. Immer nur eine Person betritt die Installation und erlebt aus verschiedenen Perspektiven, analog und virtuell, immersiv und als konventionelle/r Zuschauer*in ein Spiel zwischen Subjekt und Objekt, Identifizierung und Distanz, Beobachtung und Aktion.



Mit Sophie Hutter Idee/Konzeption Hendes / Kittstein / Mikeska Regie Bernhard Mikeska Text Lothar Kittstein Dramaturgie Juliane Hendes Bühne Maira Bieler Kostüme Justina Klimczyk Sounddesign Knut Jensen Zuschauer*innen-Guide Leni Lessmann Abendspielleitung Jenny Krug Produktionsleitung Daniela Guse Produktion RAUM+ZEIT realisiert durch Mittel aus dem Hauptstadtkulturfonds mit freundlicher Unterstützung "experimente#digital – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation"

RAUM+ZEIT sind Dramaturgin Juliane Hendes, Autor Lothar Kittstein und Regisseur Bernhard Mikeska. Die Inszenierungen des Künstlerkollektivs spielen mit der Logik eines konsistenten Raum-Zeit-Kontinuums und der inneren Welt der Wahrnehmung. Seit 2018 entwickelt das Kollektiv hybride analog-digitale Installationen mit dem Medium Virtual Reality. "ANTIGONE :: COMEBACK. RAUM+ZEIT führt analoges Theater und Virtual Reality in einer neuen Form zusammen. Im Zentrum des Geschehens stehen die Zuschauer*innen als integrativer Teil des Geschehens. Ein Machtspiel aus Sehen und Gesehenwerden. Installation und Realität, Erinnerung und Gegenwart verdichtet sich zu einer neuen Erfahrung.

Kartenpreise € 15,- € (ermäßigt) / 20,- € - inkl. Gratis-Schnelltest-Service im Rahmen der Installation

Tickets im VVK ab 28. Juni bei RESERVIX erwerben!