SUIT YOUR BODY

/ von Frauen und Fiktion


Hörspielfassung als Livestream hier abrufbar. Am 08.03. ganztäglich on demand - TICKETS erforderlich


Ich bin oft in Räumen unterwegs, wo von “Übergewicht” gesprochen wird, wo ich frage: Von welchem “Über-” reden wir? “über erwünscht”, “über moralisch gut”, “über-...äh”? Warum ist dieses “Über” erforderlich? Natalie Rosenke

In SUIT YOUR BODY hinterfragen Frauen und Fiktion (FuF) gesellschaftliche Schönheitsnormen. Auf Basis eines Interviews mit Natalie Rosenke, einer Expertin für das Thema Gewichtsdiskriminierung, kreieren sie ein Theater-Feature zum Hören, in dem alle Körper erwünscht sind.

Ein Frauen*chor leitet uns vorbei an Echokammern des Körperhasses in den Resonanzraum des eigenen Körpers. Die Stimmen bilden einen Gemeinschaftskörper, der atmet, spricht und sich geräuschvoll äußert. Der Fragen stellt, Antworten sucht und von ungewöhnlichen Perspektiven erzählt, die selbstverständlich sein könnten. Ein befreiter Chorkörper, der miteinander klingt, aus vollem Halse singt und sich Worte wie “dick” zurückerobert. Ein unfassbar schöner Kollektivkörper, der am Ende mit seinem Publikum verschmelzen will.

Hier wird der Wettstreit der Körper aufgehoben und ein neuer Blick geübt. Im interessierten und wohlwollenden Zuhören entdecken wir vieles, was wir oft schmerzlich vermissen und finden eine Schönheit, die uns von der Last des Mangels befreit. Mit einer Ode an die Vielfalt im Ohr schweben wir schließlich mit Leichtigkeit auseinander.

Zum Weltfrauentag deutschlandweit parallel auf den digitalen Bühnen des Netzwerk Freie Theater - NFT.


Mit Natalie Rosenke und dem Projektchor der Internationalen Psychoanalytischen Universität Berlin: Daniela Acosta, Anna Beckh, Azemine Qorraj, Lea Stein, Kathrin Vogt, Frieda Völk, Maria Weiße, Maria Ilona Zwißler Konzept Frauen und Fiktion (Anja Kerschkewicz, Eva Kessler, Felina Levits, Paula Reissig) Interviewleitung Alisa Tretau Chorleitung Eva Kessler Einstudierung Chor Eva Späth Musikalische Leitung/Komposition Panagiotis Iliopoulos Regie Anja Kerschkewicz, Eva Kessler Tonschnitt Florian Hohnhorst, Paula Reissig Studioaufnahmen Martin Lutz, Marcus Thomas Produktion und Sounddesign Marcus Thomas Raum Klaas Hübner, Anja Kerschkewicz, Felina Levits, Paula Reissig Video Paula ReissigTechnik und Lichtdesign Jones Seitz – Gefährliche Arbeit Mitarbeit Licht Anja Kerschkewicz Produktionsleitung/Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Florian Hohnhorst Grafik Kevin Visdeloup Livestream Florian Brossmann Gefördert von Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa / Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung (BPKB) In Kooperation International Psychoanalytic University Berlin (IPU) Deutschlandweite Online-Ausstrahlung unterstützt durch Netzwerk freie Theater - NFT im Programm "Verbindungen Fördern"

Das feministische Kollektiv Frauen und Fiktion (Anja Kerschkewicz / Eva Kessler / Felina Levits / Paula Reissig) forscht seit 2014 in recherchebasierten Performances zu Geschlechterrollen und Fragen nach Gleichberechtigung. Die Forderung nach Gleichberechtigung und damit das Infragestellen gängiger medialer und gesellschaftlicher Narrative ist Teil ihrer Praxis, die als ästhetische Erfahrung für das Publikum produktiv wird. In ihren Performances und Workshopformaten schaffen sie Räume für Empowerment durch geistige Erregung. www.frauenundfiktion.de

Natalie Rosenke ist Vorsitzende der Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind: Antidiskriminierungspolitik, Fat Rights und der Wandel des Körper-Diskurses. Sie setzt dabei häufig auf politische Aktionskunst, um Gewichtsdiskriminierung greifbar zu machen und zum Thema ins Gespräch zu kommen.


Publikumsgespräch mit Natalie Rosenke im Anschluss an die Vorstellung am 27.2.2021

Digitales Foyer mit Frauen und Fiktion im Anschluss an die Vorstellung am 28.02. + 07.03.2021


Online-Kartenpreise ab € 5,- / Solipreis I € 9,- / Solipreis II € 15,-

Tickets bitte im VVK bei RESERVIX erwerben!