A FEW WORDS FOR A WOMAN TO SING

ein posthumes Empowermentprojekt von picnic


*Stream hier abrufbar - Tickets erforderlich


auf Deutsch und Englisch / in German and English

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Was ist ein Werk? Und wird es einer Frau zugetraut? Dieses posthume Empowermentprojekt stellt den männlichen Genie-Kult in Frage und widmet der Sängerin Cathy Berberian eine disziplinenübergreifende Musikperformance, in der sich Möglichkeiten, Assoziationen und dokumentarisches Material durchdringen.

Cathy Berberian starb einen Tag bevor sie - verkleidet als Marilyn Monroe - die „Internationale“ zum 100. Todestag von Karl Marx singen konnte. Mit dem Reenactment dieses Nichtauftritts beginnt A FEW WORDS FOR A WOMAN TO SING. Als Vision von etwas, das hätte sein können, aber nie war. Als posthumes Erinnern an die Künstlerin, die trotz ihres einzigartigen Umgangs mit Stimme und trotz ihrer wegbereitenden Vermittlung von Neuer Musik kaum bekannt wurde.

Zeitlebens stand sie im Schatten männlicher Komponisten wie John Cage, mit denen sie zusammenarbeitete. Hat ihr Schaffen eine geringere Anerkennung bekommen, weil sie eine Frau war? Wird der Frau kein Werk zugetraut, und wie tragfähig ist dieser Werk-Begriff überhaupt noch? Vertieft sich in ihm nicht binäres Denken? Kann der Begriff neu gedacht werden?

Aus dem Sampling realer Fakten und heutiger Perspektive, eigener Auslegung, assoziativem Kontext, Übertreibungen, Verformungen und absurden bis wahnwitzigen Zuspitzungen entstehen Blickwinkel, die über bisherige Gültigkeiten hinausweisen. Musik, Schauspiel, Gesang und Videos greifen ineinander, überlagern sich und erschaffen ein posthumes Empowerment, eine flüchtige Statue für Cathy.


picnic Jens Bluhm (Regie usw.) / Lena Carle (Dramaturgie usw.) / Anna Eger (Performance usw.) / Meredith Nicoll (Stimme usw.) / Felix Stachelhaus (Musik usw.) / Gianna-Sophia Weise (Kostüm usw.) Gäst*innen Manaka Nagai (Video usw.) / Philomena Olga Lauprecht (Produktionsassistenz) / Marie Häusner (Mitarbeit Bühne) / Iason Kondyli Rousseau (Plastik) Streaming Florian Brossmann Produktion picnic Koproduktion LICHTHOF Theater / TD Berlin Gefördert durch Hamburgische Kulturstiftung / Claussen Simon Stiftung / Rudolf Augstein Stiftung / LICHTHOF Stiftung Unterstützung Probebühne im Gängeviertel Weiterentwicklung / Gastspiel ermöglicht durch NFT- Netzwerk Freier Theater im Rahmen des Programms „Verbindungen Fördern“ des Bundesverbands Darstellende Künste, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

picnic halten wenig von alten Meistern und großen Werken. Was ist ein Werk? Wer steht hinter dem Herd? Jenseits der großen Meister werden sie zu ihren eigenen Übermusen. Schaffen Raum für Widersprüche, gewagte Perspektiven, Spinnereien und gegenwärtigen Kontext. „Rührt eure Suppe selber um. Keine*r räumt hinter euch auf!“ www.team-picnic.com

Kartenpreise € 7,- / Solipreis I € 9,- / Solipreis II € 15,-

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